Steuersenkungen: Aus der Traum von der Sanierung der Schulen?

Vor nicht einmal einem Monat forderte die Stiftung Bildung in einer Stellungnahme, die Haushaltsüberschüsse des Bundes in Bildung zu investieren, statt Steuern zu senken. Denn bundesweit müssen laut KfW-Kommunalpanel 34 Milliarden Euro (die Stadtstaaten sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt) in die Sanierung kaputter Schulen investiert werden.

Die Politik hat sich leider anders entschieden, was sich in den Ländern bereits bemerkbar macht. „Nach neuesten Meldungen gehen in der neuen Wahlperiode durch die Steuerreform, mit der die Bundesbürger ab 2017 finanziell entlastet werden, nach Berechnung der Finanzverwaltung des Senats insgesamt 794 Millionen Euro aus Steuern und Länderfinanzausgleich verloren“, sagen Ulrike Kipf und Sabina Spindeldreier vom BEA.

Aus dem Wahlversprechen, die Berliner Schulen in absehbarer Zeit zu sanieren, könnte nun nichts werden. Die Eltern sind alarmiert. Lesen Sie ihren Offenen Brief an die Koalitionäre in spe von Grünen, Linken und der SPD.
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Schulhort am Limit: für 80 Kinder geplant, 250 kommen täglich

1Berliner Ganztagsschulen – wir sagen es es auch gerne immer wieder – sind zu klein. Erstens hat wohl niemand ernsthaft an einen Erfolg des Modells geglaubt. Dass es flächendeckend einen Bedarf für diese Art von „Fremdbetreuung“ geben würde, erschien manchen eher unrealistisch. Außerdem mussten die Mittel aus dem Ganztagsschulprogramm, das die Bundesregierung 2004 aufgelegt hatte, für alle reichen. Gießkannenprinzip in Zeiten klammer Kassen heißt: Gleich schlecht für alle. Die Folgen sind heute überall zu spüren.

Konkret heißt das in Nikolassee: Drei mal so viele Kinder wie ursprünglich geplant besuchen den Hort der Johannes-Tews-Grundschule heute.

Alle Schulen, die in den nächsten Jahren saniert werden müssen, haben in der Regel auch ein Platzproblem. Wir brauchen dringend zusätzliche Mittel für mehr Räume.
Morgen wird gewählt.
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Alle Schüler*innen in ihrer Vielfalt gehen in eine Schule ihrer Wahl

2Liebe Politik, an dieser Stelle müssen wir dir etwas mitteilen. 5 Milliarden Euro, das wird nicht reichen. Selbst wenn das Geld für Sanierungen und Neubauten reicht (woran einige zweifeln) – es gibt noch andere Baustellen. Zum Beispiel die Inklusion, also die Integration von Menschen mit Behinderung in das Regelschulsystem.  Mit ein paar Rampen und Fahrstühlen ist es nicht getan. Was hier richtig teuer werden wird, sind Investitionen in die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und vor allem Personalkosten.

Inklusive Schulen brauchen mehr Personal, auch aus dem nichtpädagogischen Bereich. Die AWO beginnt beispielsweise gerade ein Modellprojekt zur Einführung von „Schulkrankenschwestern“ in den Bundesländern Brandenburg und Hessen. Dass es hier (nicht nur) für chronisch kranke und behinderte Kinder einen Bedarf gibt, ist unbestritten. Es wird in den nächsten Jahren darum gehen, die Mittel dafür an allen Schulen in Deutschland bereitzustellen.

Genauso wie für Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeiter, Sonderpädagogen… – das wird teuer.

Liebe Politik, deine Wahrnehmungsstörungen haben wir nun gemeinsam etwas gelindert. Du kannst jetzt Blickkontakt halten, das ist ein großer Fortschritt. Du bist bereit für weitere Milliarden.

Das Wort haben die Berliner Eltern. Sie beschreiben, wie inklusive Schule in Berlin sein sollte. Zahlen nennen sie keine. Wir wollen doch niemanden erschrecken -)
Noch 2 Tage bis zur Wahl.
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Raum für den Ganztag an allen Schulen schaffen!

3Wieviel Quadratmeter dürfen es in einer Berliner Ganztagsschule pro Schüler sein? Gefühlt: viiiiieeel zu wenig. Nüchtern gesehen: inakzeptabel. Und wer es objektiv betrachtet und Zahlen vergleicht, kommt zum Ergebnis, dass eine Mensa in München für 1000 Schüler knapp viermal so groß berechnet wird wie in Berlin.

Es wird Zeit für schöne, angenehme und großzügige Schulen. Häuser, die gut geplant für vielfältige Nutzung zur Verfügung stehen. Die Kreativität ausstrahlen und Lebensfreude.
Noch 3 Tage bis zur Wahl.
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Vertröstet, hingehalten und ignoriert

4Engagiert und kompetent, so haben wir gestern die Berliner Eltern beschrieben. Da kannten wir Thomas Tursics und sein neuestes Projekt noch nicht. Der Elternvertreter und Mitglied des Landeselternausschusses hat gestern den Gebäudescan für die Lichtenberger Schulen online gestellt. Übersichtlich aufbereitet. Auf einer Karte können Interessierte jeden Schulstandort finden und den dazugehörenden Sanierungsbedarf. So kann jede und jeder bequem die kaputteste Schule des Kiezes finden oder über die Suche gezielt eine bestimmte Einrichtung. Eine echt coole Sache. Richtig klasse.
Wir korrigieren also: Berliner Eltern sind… SENSATIONELL!

Woher die Daten kommen, lässt Tursics im Ungefähren: „aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft“.  Dass wir so eine Übersicht gerne für ganz Berlin hätten, müssen wir an dieser Stelle wohl nicht betonen. Beteiligung braucht Transparenz.

Auf der Liste der maroden Schulgebäude in Steglitz-Zehlendorf steht die Alt-Lankwitzer Grundschule, mittlerweile eine alte Bekannte in den Kalendern des BEA. Eigentlich, sollte man denken, ist die Hütte halt vergammelt – was soll es da noch zu erzählen geben. Aber es gibt immer was Neues, kaum zu glauben: Einige der verrottenden Türen wurden mit Riegeln und Vorhängeschlössern versehen, da sie sich nicht mehr verschließen lassen. Auch neu: Legionellen. Das Bezirksamt reagiert wie überall mit Sperrung und Verboten. Nicht genug: Das Sekreteriat ist seit über einem halben Jahr nicht besetzt.

Hätten wir Wunschpunkte wie das Sams, würden wir uns ein sofortiges Ende dieser unerträglichen Ignoranz wünschen. Kommunikation auf Augenhöhe, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit…
Noch 4 Tage bis zur Wahl.
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Berlin entscheidet sich auch für die Bildungspolitik der nächsten fünf Jahre

5Berliner Bildungspolitik rennt den Problemen immer nur hinterher. Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses, nennt das Schulessen, die Gebäudesanierung oder auch die Ausbildung von Lehrkräften als Beispiele. Ergänzend könnte man den Ausbau der Ganztagsschulen oder die Einführung der Sekundarschulen erwähnen. Ersteres wurde maßgeblich aus Mitteln des Ganztagsschulprogrammes des Bundes finanziert, der Oberschulreform kam das Konjunkturpaket der Bundesregierung gerade recht. In beiden Fällen standen Mitnahmeeffekte im Vordergrund, weniger der Gestaltungswille.

Das muss sich ändern, wir müssen wieder nach vorne denken. Das gelingt, wenn die Menschen, die lernen, die unterrichten oder sich „einfach nur“ engagieren wollen, in angemessenem Rahmen beteiligt werden. In jeder einzelnen Schule gibt es Kinder, Lehrer und Eltern, die Ideen haben. Die Projekte anstossen und Schulentwicklung vorantreiben. Andere möchten auf Bezirks- oder Landesebene mitmischen und mit einem eher systemischen Blick größere Räder drehen. Auf jeder Ebene müssen dafür Strukturen und Entscheidungskompetenzen geschaffen werden. Die Frage, welche Herausforderungen wie gelöst werden sollen muss gemeinsam geklärt werden. Das ist ein Kulturwandel.

Eltern, das haben sie bereits häufig bewiesen, sind hoch engagiert, fachlich kompetent und sehr motiviert, wenn sie ernst genommen werden. Wir reden mit.
Noch 5 Tage bis zur Wahl.
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Laut ist ungesund – ein Plädoyer für leise Schulen

6Berliner Schüler schneiden in nationalen Vergleichstests regelmäßig desaströs ab. Lesen, Schreiben, Rechnen – ein hoher Anteil der Drittklässler erreicht nicht die Mindeststandards. Wenn über die Ursachen diskutiert wird, dann über Lehrermangel, Mangel an Fachlehrern, Quereinsteiger ohne pädagogische Ausbildung, zu große Klassen, Quartiere in sozial herausfordernden Lagen (vulgo Brennpunkte)…

Über Räume und einen hohen Lärmpegel wird zwar unter Pädagogen diskutiert, auch Anne aus der Anna-Lindh-Schule (siehe Kalenderblatt 9) stört es, dass es so laut ist in ihrer Schule. In der Diskussion um Sanierungen und Qualitätsverbesserungen von Schulen spielt dieser Aspekt jedoch bisher nur eine untergeordnete Rolle. Eltern aus dem Landeselternausschuss möchten das ändern und plädieren für Akustikmaßnahmen, damit „leise Schulen“ zum Berliner Standard werden.

Kurzzeitig hatte die Senatsverwaltung die Idee, die Ergebisse der Vergleichsarbeiten nicht mehr zu veröffentlichen. Was sicher einfach und billig wäre, außerdem blieben der Verwaltung anstrengende Diskussionen erspart. Eine Debatte über gute, schöne und leise Räume in Berliner Schulen wäre bestimmt zielführender.
Noch 6 Tage bis zur Wahl.
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BEA Mitte fordert kostenloses Schulessen für alle Kinder

7Kaum hatte die Schule wieder angefangen, kam das Kind freudestrahlend nach Hause. Stell dir vor, wir haben eine neue Cafeteria, und einen neuen Caterer! Da ist das Essen richtig lecker! Breites Zahnspangengrinsen. Und, schon getestet? Nein, nur die Snacks – da gibt’s Smoothies, die schmecken total gut! Glückliches Zahnspangengrinsen.
So weit das Wort zum Kalendersonntag, der ohne gute Nachrichten nicht denkbar wäre.

Nun aber zur leidvollen Realität, die viele Schüler in ganz Berlin erleben müssen. Essen in Schichten, in beengten Räumlichkeiten, in denen  Speisen angeboten werden, die vorher stundenlang warm gehalten wurden.

Armin Gaspers vom BEA Mitte fordert neben einem kostenlosen Mittagessen für alle Schüler unter anderem auch die Entwicklung eines von Jugendlichen akzeptierten Angebots.

Dass so etwas zu bezahlbaren Preisen möglich ist, haben wir ja jetzt gesehen. Zahnspangengrinsen für alle!
Noch 7 Tage bis zur Wahl.
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Es bröselt und gammelt: Vintage-Look in Lichterfelde

8Ganze acht Monate hat es vor fast 120 Jahren gedauert  bis die beiden Gebäude der heutigen Clemens-Brentano-Grundschule fertiggestellt waren. Im Herbst 1898 war Baubeginn, im Mai 1899 konnten 318 Schüler hier unterrichtet werden. Unglaublich, diese Geschwindigkeit! Heutzutage kriegt man in dieser Zeit vielleicht die (europaweite) Ausschreibung und Vergabe von Estricharbeiten über die Bühne.

Nun sind die Häuser, zu denen im Lauf der Jahrzehnte noch drei dazugekommen sind (zuletzt das Mensagebäude 2008) in die Jahre gekommen. Was ja weiter eigentlich nichts schlimmes ist, so manches Jahrhunderte altes Haus ist ein wahres Schmuckstück. Wenn es nicht gerade eine Schule ist. Und wenn es nicht gerade in Berlin steht. Oder gar beides.

Nun denn. Wie es so weit kommen konnte?
Ein Teil dieser Antwort würde die Bevölkerung verunsichern…
Noch acht Tage bis zur Wahl.
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Anne: Meine Schule ist voll, laut und dreckig.

9„Naaaaaaa, freust du dich auf die Schule?“ Anne lächelte schüchtern. Sie wusste nicht so genau, was eine Einschulungsuntersuchung ist und warum sie komische Fragen gestellt bekam. „Du wirst ganz viele andere Kinder kennenlernen“, sagte die Frau. Ihre Mutter neben ihr war plötzlich zusammengezuckt. 800 – sind das viele oder wenige? „Wenn die Toiletten nicht so schön sind, dann trinke einfach weniger“. Irgendetwas war wirklich seltsam am Lächeln der Dame ihr gegenüber. Gegen Lärm helfe Oropax und regelmäßige Mahlzeiten schmeckten ohnehin zu Hause am besten. „Ich wünsche dir viel Freude in der…“ Den Rest hätte sie auch gerne gehört. Aber Mama musste ganz dringend etwas erledigen.

Das ist natürlich erfunden.
Aber Annes Erzählung aus der Weddinger Anna-Lindh-Schule, die ist echt.
Noch 9 Tage bis zur Wahl.
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Berlin braucht gut durchdachte Schulbauten für moderne Unterrichtsformen

10Fünf Milliarden Euro sollen nach dem Willen des aktuellen Regierenden Bürgermeisters Michael Müller in den nächsten 10 Jahren in die Berliner Schulen investiert werden. Das ist eine Herkulesaufgabe, die  ohne eine grundlegende Strukturreform wohl kaum zu schaffen ist. Zu viele Bezirks- und Senatsstellen mischen mit, zu träge sind die Abläufe. Die Berliner Eltern drängen daher auf eine möglichst weitreichende und tiefgreifende Verwaltungsreform, damit Bauvorhaben (nicht nur) an Schulen viel schneller umgesetzt werden können als bisher.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Es ist nicht damit getan, die Gebäude in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, so dass das Haus wieder freundlicher aussieht, die Toiletten nicht mehr stinken, es nicht mehr hineinregnet und die Kinder an den Fensterplätzen im Winter nicht mehr frieren. Gute Schulen brauchen mehr als frische Farbe.

Zwei Elternvertreterinnen aus Kreuzberg berichten über Wünschenswertes und Notwendiges. Erzählen von interessanten Konzepten und guten Beispielen. Leider wurde den „Geburtshelfern“ einiger wegweisender Beispiele für gelungene Raumgestaltung erst unlängst die Projektmittel gestrichen.

Eine Entscheidung, die überdacht werden sollte.
Noch 10 Tage bis zur Wahl.
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Weddinger Eltern: Wir haben einen Plan

11In den Klassen der Berliner Grundschulen sitzen zwischen 23 bis 26 Kinder. Geregelt ist das für die Schulanfangsphase, in den höheren Klassen dürfen auch mehr Schüler sein. Ausnahmen gelten für Lerngruppen in sogenannten Brennpunktgebieten mit einem hohen Anteil lernmittelbefreiter Kinder bzw. mit vielen Schülern mit Migrationshintergrund. Hier sollen die Gruppen zwischen 21 und 25 Kinder umfassen.

In den letzten Jahren, berichten Eltern aus Wedding, wurden die Höchstgrenzen immer mehr ausgereizt. Obwohl die Schulen des „GEV-Verbunds“ aus acht Weddinger-Schulen einen Anteil von Schülern mit nicht deutscher Herkunftssprache zwischen 70 und fast 100 Prozent liegt, lagen die Klassengrößen im Jahr 2014 bei 24 Schülern. 2016 war die Grenze von 25 bereits ausgereizt.

Dokumentiert ist dies in einem bemerkenswerten „alternativen Schulentwicklungsplan“, den die Eltern jetzt vorgelegt haben. Sie bezweifeln darin Berechnungen der Verwaltung, wonach ein einziger Schulneubau ausreicht, den Schülerzuwachs aufzufangen. Außerdem fürchten sie um die pädagogische Qualität des schulichen Angebots. Last but not least: Die Bedeutung der Grundschule für den Lernerfolg der Kinder auch in den weiterführenden Schulen werde unterschätzt.

Lesen Sie hier den Beitrag der Eltern, der sicher Grundlage sein kann für weitere spannende Diskussionen.
Noch 11 Tage bis zur Wahl.
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„Aufrichtigkeit und Realitätssinn stünde allen Verantwortlichen gut zu Gesicht“

12In den letzten Jahren hat die Berliner Politik die Infrastruktur auf Verschleiß gefahren. Vor allem an den Schulgebäuden macht sich die sarrzineske Sparwut und das „quietsch“fidele Desinteresse des Regierenden bemerkbar. Heute feiern sich Verantwortliche dafür, dass sie – endlich – eine Bestandsaufnahme hingekriegt haben. Und überhaupt. Sie haben alles im Griff. Und wollen bitteschön wieder gewählt werden.

Man darf ihnen das nicht durchgehen lassen. „Aufrichtigkeit“ fordert der BEA Steglitz-Zehlendorf in seinem heutigen ersten abzureißenden Blatt dieses besonderen Kalenders. Ungefähr so: „Wir haben’s verbockt. Wir steuern um. Lasst uns gemeinsam ein Problem lösen.“ Und zweitens: Realitätssinn. 5 Milliarden Euro in 10 Jahren verbauen – geht das? Wenn ja, wie?

Ad 3: Beteiligung. Alle Parteien bekennen sich zu massiven Investitionen in Schulgebäude. Beteiligung von Schülern, Eltern und Lehrern in diesem Prozess haben dagegen nur wenige auf dem Zettel. Die bisherige Praxis lässt vermuten, dass die bisherigen Absichtserklärungen nur Lippenbekenntnisse bleiben.

Das Wort haben die kämpferischen Eltern aus dem Berliner Südwesten:
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Abreißkalender: Eltern machen Druck bis zum Wahltag

Der Bezirkselternausschuss Steglitz-Zehlendorf präsentiert einen virtuellen Abreißkalender für die letzten zwölf Tage direkt bis zur Berliner Wahl am 18.09.2016.

Beginnend mit dem zweiten Schultag zählen wir den Countdown bis zur Wahl und lassen berlinweit Eltern täglich schul- und bildungspolitische Themen ansprechen, ihre Sorgen beschreiben sowie auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicken.
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„Wir sehen noch Diskussionsbedarf“

Vor 10 Tagen stellte die Berliner SPD ihren „Abschlussbericht der AG Schule“ vor.  Das  Papier umreißt auf 50 Seiten die Ideen der Partei, wie der Sanierungsstau der Berliner Schulen innerhalb von 10 Jahren abgebaut werden könnte.

Im Prinzip richtig, sagt der Bezirkselternausschuss Steglitz-Zehlendorf.  Aber verbessungsbedürftig. Lesen Sie hier die Stellungnahme der Eltern:
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Warum erst jetzt? Und mehr Fragen an den Regierenden

Alle Berliner Schulen sollen in den nächsten Jahren „angefasst und saniert“ werden, sagt Michael Müller. Die kaputten Gebäude werden zur Chefsache erklärt. Klingt irgendwie gut. Aber warum erst jetzt? Und wie? Wer macht’s? Wieviel Geld steht zur Verfügung?

Der Bezirkselternausschuss hat noch mehr Fragen. Lesen Sie hier den Offenen Brief an den Regierenden:
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Wo bleibt der Masterplan „Schulsanierung“?

„Geht nicht, gibt’s nicht“: Dieses Motto wurde Anfang 2015 von der Senatsbildungs-verwaltung für den Abbau des Sanierungsstaus an Berliner Schulen ausgegeben.

Dieser Start zum gemeinsamen Vorgehen von Land und Bezirken erweckte bei vielen Eltern hohe Erwartungen. Was ist von diesem Motto übriggeblieben? Wo bleibt das nötige Tempo bei der Schulsanierung? Wo der Wille zur echten Partizipation?
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Achard-Eltern: „Es lohnt sich, Pläne der Verantwortlichen zu hinterfragen“

Protest wirkt: Die Eltern der Carl- Achard-Grundschule freuen sich, dass sich der Einsatz für den Erhalt des Schulhauses in Kaulsdorf gelohnt hat. Das historische Gebäude wird nicht abgerissen, sondern saniert. Der nervenaufreibende Shuttlebetrieb in das kilometer entfernte Ausweichquartier kann schon zum Beginn des nächsten Schuljahres beendet werden.

Überglücklich bilanziert Elternvertreterin Juliane Kleinfelder: „Wir sind immer „am Ball“ geblieben, und das hat sich ausgezahlt. Unser Fazit zum heutigen Tag ist, dass es sich lohnt, die Pläne der Verantwortlichen zu hinterfragen.“
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Mehr „echten Schulneubau“ 2016 wagen!

Was nun, Frau Bildungssenatorin?
Was nun, Herr Finanzsenator?
Was nun, Damen und Herren Bezirksstadträte?

24 mal hat sich ein Türchen des Adventskalenders des Bezirkselternausschusses Steglitz-Zehlendorf „Marode Schulgebäude“ im Dezember 2015 für Sie geöffnet. 24 mal wurden Ihnen als politischer und administrativer Führungsebene des Landes Berlin die desaströsen Zustände an Berliner Schulgebäuden vor Augen geführt.
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Rückt endlich das Geld für unsere Schule raus gefälligst!!!

Teil 2 am heutigen Heiligen Abend: Es ist so einiges kaputt in der Moabiter Grundschule. Die Fotos sprechen für sich.

Die Kinder stören sich jedoch vor allem an den stinkenden Toiletten, die teilweise sogar seit mehreren Jahren nicht mehr benutzbar sind. In ihrem Kummer und aus Ärger haben sie Gedichte geschrieben: Rückt gefälligst Geld für unsere Schule raus! Sonst gehen wir protestieren!

Einfach himmlisch… -)
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Unser Haus: nicht geeignet für ein unbeschwertes Schülerleben

Das 24. Kalendertürchen des Adventskalenders zur Lage der Berliner Schulen gehört den Schülerinnen und Schülern. Neben den Lehrerinnen und Lehrern sind sie diejenigen, die einen Großteil des Tages in der Schule verbringen. Im Unterschied zu den Erwachsenen sind sie jedoch nicht freiwillig hier. Für jeden und jede unter 16 Jahren gilt die Schulpflicht.

Ein Staat, der Bildung für so wichtig hält, dass er seine Jugend in von ihm kontrollierte und zum allergrößten Teil auch betriebene Schulen steckt, müsste ein Interesse daran haben, dass dieses behördlich angeordnete Lernen auch in einem Umfeld stattfindet, das eben jener Unterweisung förderlich ist.

Die Schüler des Primo Levi Gymnasiums in Pankow haben daran ihre Zweifel. Und sie tun das einzig Richtige: Sie erklären der Stadträtin, dass sie das nicht länger hinnehmen wollen. Sie schreiben einen Brief und schicken Fotos.
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Sandra, ihnen schmeckt’s nicht!

Das Essen an Oberschulen ist das Thema unseres heutigen 23. Türchens des Adventskalenders des BEA Steglitz-Zehlendorf zur Lage der Berliner Schulen.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Senatsverwaltung fing an zu arbeiten, beriet sich mehrmals und dachte über erste Schritte nach. Doch nach einer Abfrage in den Schulen kam der Prozess ins Stocken. Die Eltern wollen nun bald die bisherigen guten Gespräche  wieder aufnehmen. Denn was die Mahlzeiten für Oberschüler angeht, liegt ihrer Meinung nach Vieles im Argen.

Frau Scheeres, übernehmen Sie!
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Schichtbetrieb in der Mensa: Guten Appetit, Ihr habt 5 Minuten!

Modulare Ergänzungsbauten – die Provisorien, die jetzt an vielen Standorten auf Schulhöfe und andere freie Flächen geworfen werden, bringen unangenehme Nebenwirkungen mit sich:

Es entstehen zwar neue Klassenräume. Aber für nötige weitere Ergänzungen fehlt den Bezirken das Geld. In unserem heutigen 22. Türchen geht es um fehlende Essplätze in der Schulmensa.
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Rettet den Blauen Wal!

Zu klein. Wir sagten es bereits. Berliner Schulen sind zu klein.

Unser heutiges Beispiel im 21. Türchen, die Kreuzberger Zille-Grundschule hat dieses Problem auch: Essen in 20-Minuten-Schichten, Pausen nach Jahrgängen getrennt. Nichts Aufregendes. Das Übliche.

Wenn da nicht das Bezirksamt Kreuzberg mit seiner Schulentwicklungsplanung wäre.
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Eltern, Schüler, Lehrer – ohne Engagement wäre Schule undenkbar

In jeder noch so kaputten Schule gibt es engagierte Menschen, die mit Energie, Freude und Leidenschaft dafür sorgen, dass der Optimismus die Oberhand behält. Lehrer, deren Arbeit bewirkt, dass Kinder jeden Tag gerne in die Schule gehen. Eltern, die das Schulleben mitgestalten – und dem zuständigen Schulamt nötigenfalls mit Briefen und persönlichen Gesprächen auf die Pelle rücken. Last but not least: Schulleitungen, die zwischen Schulentwicklung, Managementaufgaben, Verwaltungsfunktion und – eigentlich nicht vorgesehen – Experten für Schäden am Bau auch noch Ansprechpartner für alle sind.

Am Beispiel zweier Schulen wird deutlich, welche Kraft Engagement in der Bildung entwickeln kann. Und was Fördervereine dazu beitragen.
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Eltern starten Petition: Mehr Einsatz für Bildung!

Berliner Schulen sind nicht nur kaputt. Sie sind auch zu klein, das trifft insbesondere auf die Grundschulen zu. Der Ausbau der Ganztagsschulen seit 2004 erfolgte unter Spardruck, bauliche Erweiterungen waren die Ausnahme.

Das Ergebnis ist etwas was sich mit „Käfighaltung“ wohl am treffendsten beschreiben lässt. Die Folgen: Stress, verbunden mit gesundheitlichen Problemen für Kinder und Pädagogen. Fehlende Räume für besondere Lerngruppen und -gelegenheiten. Horte, die aus allen Nähten platzen.

Die Eltern hinter unserem heutigen 19. Kalendertürchen sehen die Chancengleichheit in der Bildung gefährdet. Sie haben deshalb eine Petition gestartet.
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Unsere Zukunft darf nicht durch einsturzgefährdete Gebäude bestimmt werden

Die Schüler in Steglitz-Zehlendorf sind zornig. Ihren Unmut über die Zustände in ihren Schulgebäuden haben sie im Sommer auf die Straße getragen.

Die Bezirksschülervertretung erinnert in unserem heutigen 18. Türchen an den Protestzug vom Rathaus Zehlendorf zum Rathaus Steglitz. Ihr Erfolg: Die Bezirkspolitiker haben gesehen, „dass viele Schüler unzufrieden mit der aktuellen Situation sind und von der Politik fordern, etwas zu unternehmen.“
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Drei mal Hängenlassen – isunsnichegal

Das Gefühl, hängen gelassen zu werden. Schüler, Lehrer und Eltern leben und arbeiten mit dieser unangenehmen Empfindung, ohne diesen Gemütszustand überhaupt noch wirklich wahrzunehmen. Schulpolitik in Berlin? Ismiregal…

Eine Watschn über’s Jahr gesehen – geschenkt. Beim zweiten Mal: zeigt sich vielleicht ein leichtes Kribbeln. Nervöse Menschen können auch schon mal Hautausschläge kriegen. Die Eltern der Mühlenau-Grundschule haben in diesem Schuljahr bis drei gezählt. Und für die Adventszeit einen kleinen Text geschrieben:
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Ardenne-Gymnasium: Schüler wünschen sich einen lebenswerten Schulhof

 Das Manfred-von-Ardenne-Gymnasium in Weißensee schmückt unser heutiges 16. Adventskalendertürchen. Das Ensemble aus den 50er Jahren ist eine architekturhistorische Besonderheit, wie Interessierte auf der Webseite der Schule erfahren.

Dort ist zu lesen: „Der Bau erfolgte durch das nationale Aufbauwerk der DDR unter dem Rat des Stadtbezirks Weißensee als Bauherren. Sie wurde entsprechend von 1955 bis 1957 unentgeltlich von Freiwilligen im damaligen DDR-Gebiet errichtet.“
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Intransparent und unberechenbar: Nimmt die Verwaltung noch ihre Fürsorgepflicht wahr?

Als sich gestern das Türchen des diesjährigen Adventskalenders öffnete, trafen wir dahinter einen Schulleiter, der auf die Frage, ob er noch Vertrauen in die Fähigkeiten des Steglitz-Zehlendorfer Bezirksamtes habe, vornehm schwieg.

Heute, am Tag 15 der Adventsaktion, erleben wir Eltern der Steglitzer Dunant-Grundschule, die an der Intransparenz der regionalen Politik verzweifeln und eine Stadträtin aushalten müssen, die sich an gemachte Zusagen nicht hält und deren Amt es nicht schafft, der Schulgemeinschaft das geänderte Vorgehen auch nur im Ansatz zu begründen.
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