Schülerdemontration am 24 06 15 Blog

Unsere Zukunft darf nicht durch einsturzgefährdete Gebäude bestimmt werden

Die Schüler in Steglitz-Zehlendorf sind zornig. Ihren Unmut über die Zustände in ihren Schulgebäuden haben sie im Sommer auf die Straße getragen.

Die Bezirksschülervertretung erinnert in unserem heutigen 18. Türchen an den Protestzug vom Rathaus Zehlendorf zum Rathaus Steglitz. Ihr Erfolg: Die Bezirkspolitiker haben gesehen, „dass viele Schüler unzufrieden mit der aktuellen Situation sind und von der Politik fordern, etwas zu unternehmen.“

Seit Jahren häufen sich die Baustellen an Schulen vor allem in Steglitz-Zehlendorf. Der Bezirksschülerausschuss Steglitz-Zehlendorf wollte auf diese miserable Situation aufmerksam machen. Schnell kam dabei die Idee auf eine Demonstration zu organisieren, da auf diese Weise wohl am besten die Schüler ihrem Unmut Luft machen konnten. Hierzu wurde eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die engagiert und zielstrebig die wohl bisher größte Schülerdemonstration Steglitz-Zehlendorfs der letzten Jahre organisierte.
Die Organisation zog sich über mehrere Monate hin und war sehr aufwendig, unter anderem musste mit der Polizei die Demonstration besprochen werden, Lautsprecher sowie Ordner organisiert werden. Dies alles erledigte die nur aus Schülern bestehende Gruppe alleine. Nach großen Anstrengungen war es dann am 24. Juni soweit.

Annika (r.) ist mit ihren Mitschülerinnen gekommen, "damit sich etwas ändert".
Annika (r.) ist mit ihren Mitschülerinnen gekommen, „damit sich etwas ändert“.

Rund 1000 Schüler drückten ihre Unzufriedenheit über die baulichen Mängel ihrer Schulen aus. Sie blieben dem Unterricht fern und protestierten öffentlichkeitswirksam. Die Demonstration, welche vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksschulbeirats Juri Strauß geleitet wurde, begann am Rathaus Zehlendorf und verlief über die B1, unterstützt von vielen freiwilligen Helfern, zum Rathaus Steglitz.

Richtig.
Richtig.

Während der gesamten Zeit hielten Mitglieder der Schülervertretungen Reden und sorgten für gute Stimmung. Die Veranstaltung wurde begleitet von Radio und Fernsehen, unter anderem berichteten der Tagesspiegel und die Abendschau über den Protest. Höhepunkt der Veranstaltung stellte die Abschlusskundgebung vor dem Rathaus Steglitz dar, direkt vor den Fenstern des Bezirksamtes. Unter anderem sprachen der Vorsitzende des Bezirksschülerausschusses Felix Yumusak.
Unmittelbare Reaktionen auf die Demonstration gab es zwar keine, dennoch war sie ein Erfolg, da der Bezirksschülerausschuss den Bezirksämtern, der Bezirksstadträtin und dem Bezirksbürgermeister zeigte, dass viele Schüler unzufrieden mit der aktuellen Situation sind und von der Politik fordern, etwas zu unternehmen. Unsere Zukunft darf nicht durch undichte Decken, Schadstoffe und einsturzgefährdete Gebäude bestimmt werden.

Juri Strauß und Felix Yumusak

 

Unser Bericht von der Demonstration:
http://wunschzettel.stiftungbildung.com/sanierungsstau-das-ist-nicht-schlau/

Auch die Schüler des Fichtenberg-Gymnasium machten öffentlich auf ihre kaputte Schule aufmerksam:
http://wunschzettel.stiftungbildung.com/13-dezember/

Schüler des Paulsen-Gymnasiums machten Druck und forderten neue Toiletten für ihre Schule
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirksstadtrat-sichert-toilettensanierung-zu-neue-schultoiletten-fuer-steglitz-zehlendorf/11458650.html

Sie hatten Erfolg, wie ein Kalenderbeitrag aus diesem Jahr zeigt
http://wunschzettel.stiftungbildung.com/paulsen-gymnasium/

 

Ein Gedanke zu „Unsere Zukunft darf nicht durch einsturzgefährdete Gebäude bestimmt werden“

  1. Tja, wie formuliert es der der Fraktionsvorsitzende der CDu so hübsch in der Werbebeilage des Berliner Wochenblattes: „Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben. So banal es klingt.“http://issuu.com/berliner-woche/docs/1551_sts?e=4719140/32005311
    Wenn der Bezirk das wenigstens mal täte. Stattdessen lässt man Gelder verfallen, weil man Ausschreibungen nicht tätigen kann, nicht genug Personal hat oder es sonstwie nicht gebacken bekommt..
    Aber Herr Hippe wird lieber etwas nebulös in seiner Argumentation. Von Partikaularinteressen ist da die Rede und Sozialschwätzern. Ich hoffe ermeint nicht die Eltern und die Schüler. In Deutschland herrscht Schulpflicht. Jeder muss in die Schule gehen. Da hat der Staat auch die Verpflichtung, für Schulen zu sorgen. Im eigenen Interesse für gute. Es geht ja um künftige Steuerzahler!

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