Adventskalender 2014 – machen Sie mit!

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, SchülerInnen, LehrerInnen, pädagogisches Personal und sonstige Interessierte!

Der Sanierungsrückstau an Berliner Schulen ist weitaus größer als bisher vermutet. Über zwei Milliarden Euro müsste das Land Berlin aufbringen um die Schulgebäude instand zu setzen. Das ging unlängst aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage im Abgeordnetenhaus hervor. Den Löwenanteil davon weist Steglitz-Zehlendorf mit 410 Millionen laut aktueller Aussage des Bezirksamtes auf. Und bei diesem enormen Investitionsstau muss Steglitz-Zehlendorf aus den sowieso schon knapp bemessenen Haushaltsmitteln für die Schul- und Schulsportanlagensanierung noch Gelder verfallen lassen, weil das Bezirksamt nicht in der Lage war, die notwendigen Maßnahmen kassenwirksam in 2014 zu beauftragen.

Die Zustände, unter denen unsere Kinder lernen müssen, sind ein Skandal!

Deshalb versucht der Bezirkselternausschuss Steglitz-Zehlendorf auch in diesem Jahr wieder, die Missstände aktuell zu dokumentieren. Schulen aus allen Teilen der Stadt sind aufgerufen sich zu beteiligen! Mit den Adventskalendern und Wunschzetteln der letzten Jahre (siehe www.bea-sz.de/aktionen) drang die Kenntnis über die Situation wenigstens in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Frischen wir das Gedächtnis aller auf, indem wir es mit konkreten Beispielen belegen.

Wo gibt es aktuell Probleme, die Sie öffentlich machen wollen? Schildern Sie mit plastischen Beispielen den Schulalltag Ihrer Kinder. Bröckelnder Putz, abgeschlagene Fassaden, undichte Dächer, Aulen, in die es hinein regnet, Fenster, die sich nicht schließen lassen. Überfüllte Klassenzimmer, Mängel bei der Reinigung. Lassen Sie uns auch überprüfen, was aus Ihren Wünschen der letzten Jahre geworden ist. Gibt es inzwischen einen Ersatz für die schon seit Jahren geschlossenen Turnhallen?

Schicken Sie bitte eine kleine Beschreibung Ihres Wunsches möglichst auch mit Bildern an unsere email-Adresse vorstand@bea-sz.de

Wir verpacken ihn dann in einen Brief an die Zuständigen in Senat, Verwaltung, BVV und Abgeordnetenhaus und auch an die Presse in der Hoffnung auf baldige Erfüllung.

Mit herzlichen Adventsgrüßen

Birgitt Unteutsch
Vorsitzende des BEA Steglitz-Zehlendorf

3 Gedanken zu „Adventskalender 2014 – machen Sie mit!“

  1. wir wollen uns endlich mal wieder aktiv zu Wort melden. Ausreden interessieren uns nicht es ist Zeit zum Handeln, jetzt

  2. Ich wünsche mir, dass wenigstens ein Teil der Steuergelder, die ich jeden Monat erarbeite und an das Land Berlin abführe, dort eingesetzt würden, wo es in meinem direkten Lebensumfeld notwendig ist.
    Flughäfen, Prestigebauten, das ganze Hauptstadtgedöns in allen Ehren, aber an erster Stelle gehört die Zukunft unserer Kinder an der Basis finanziert.

    Mein Sohn und meine Tochter gehen auf das Lilienthal Gymnasium in Lichterfelde. Die Schule füllt den größten Teil Ihres Tages aus. Was sie dort erfahren, prägt sie für ihr Leben, es ist ihr START.
    Hängen bleiben wird viel Gutes, aber auch, dass dieses Land die Bildung seiner Kinder nicht besonders wichtig nimmt. Weder gibt es in ausreichender Menge motiviertes Lehrpersonal noch anständige Räumlichkeiten.
    Die Sporthalle ist im Winter inzwischen unbenutzbar. Es gibt viel zu wenig Toiletten im Haus. Vor Fachklassenarbeiten wird endlos nach einem freien Raum gesucht. Die Zeit fehlt nachher. Es fällt ständig Unterricht aus. Fachvertretung beschränkt sich in der Regel auf das Vorführen von Videos.
    Und obwohl alle diese Mängel hinlänglich bekannt und bis zum Überdruss diskutiert sind, ändert sich nichts.

    Es gibt fast überall auf der Welt schlimmere Verhältnisse. Unsere Kinder sind noch gut dran. Sie frieren nur in der Turnhalle, Gott sei Dank noch nicht im Klassenzimmer. Aber diese Politik, die redet und nichts tut, erzeugt Fatalismus. Sie reicht ihre bürokratische Unbeweglichkeit an die Schule weiter, an das Direktorat, an die Lehrer und an unsere Kinder. Und fatalistische Kinder sind so ziemlich das Schlimmste, was ein Staat sich für seine Zukunft antun kann.

  3. Wer glaubt, dass Parteien und Politiker Schulen und Schülern helfen, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!

    Es ist höchste Zeit, dass sich in diesem Staat etwas ändert!

    Die Liste der politischen Unzulänglichkeiten, der gravierenden Mängel und Missstände wird auch hier immer länger, obwohl jede Schule „NUR EINEN“ Mangel aufzeigen darf!
    Da muss sich keiner wundern, wenn immer mehr Wähler Hoffnung bei extremen Parteien suchen!

    Liebe Eltern,
    lasst euch nicht länger von Parteien und ihren Politikern vorführen und vertrösten, wie eine Herde Schafe! Erhebt euch und eure Stimme, kämpft für eure Kinder und deren Zukunft!
    Gebt den Parteien hier nicht noch eine zusätzliche Möglichkeit, Werbung für hole Wahl-Versprechen! Bennent nur Einzelpersonen mit ihrem Namen, die sich wirklich real verdient gemacht haben und eine Herausforderung an einer der betroffenen Schulen tatsächlich gelöst haben!

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